19. Oct 2015

Dominik Sekacic

3 Min.

ÖFFIS vs AUTOS – Part II

Es ist ein Glaubenskrieg, wie er sonst nur von Religionen, Fußballklubs oder Essgewohnheiten ausgelöst wird. Der tägliche Weg zur Arbeit und insbesondere dessen Gestaltung spalten unser Team in zwei Fraktionen. Nun möchten die beiden Fraktionsführer Gabi und Dominik die Diskussion nach außen tragen. Wie kommt man besser zur Arbeit, mit dem Auto oder den Öffis? Dabei geht es rein nur um persönliches Wohlergehen und den eigenen Komfort. Dinge, die das eigene Ego übersteigen, wie Umweltschutz oder global-wirtschaftliche Fragen, lassen wir hierbei außen vor.

Nachdem euch Gabi fünf Dinge präsentiert hat, die ihr tun könnt, wenn ihr beim Arbeitsweg auf öffentliche Verkehrsmittel setzt. Erzählt euch heute Dominik von fünf Dingen, die euch erspart bleiben, wenn ihr auf Öffis verzichtet.

  1. Das Zahnputz-Ballet

    Die morgendliche Dusche ist ein Ritual der Entspannung, der Besinnung und nicht zuletzt das effektivste Brainstorming der Welt. Daher ist es nur verständlich, wenn man diese Zeremonie fünf Minuten ausdehnen möchte. Den Preis für diese Meditationsverlängerung zeigt der anschließende Blick auf die Uhr. Der Zug fährt in wenigen Minuten los – notfalls auch ohne mich. Ergo tanze ich Zähne putzend durch die Wohnung, versucht mich gleichzeitig anzuziehen und vernichte nachhaltig sämtliche unter der Dusche gewonnene Entspannung.

  2. Die urbane Bergwiese

    Sommerluft. Was Menschen vor hundert Jahren an den Duft von Blumen, Kräutern und frisch gemähten Bergwiesen denken lies, erinnert heutzutage an überfüllte Busse und Bahnen, in die es nur Menschen schaffen, die heute die Dusche leider verfehlt haben. Oder aber sich Punkt 1 ersparen wollten. Dass diese zweibeinigen Schweißdrüsentransporter leider auch die Erfindung von Deos verschlafen haben, macht die Sache nicht wirklich besser.

  3. Unsichtbare Passagiere

    Sitze, Türgriffe, Knöpfe, Griffstangen – eine Busfahrt zu meistern, ohne auch nur eines dieser Dinge zu berühren, ist eine Herausforderung, die den Schwierigkeitsgrad unseres geliebten Kinderspiels „Der Boden ist Lava“ bei Weitem übersteigt. Auch Sheldon Coopers Lösung mit der Bushose macht dieses Vorhaben nur bedingt leichter. Und so bringen Öffis nicht nur die lieben Arbeitskollegen ins Büro, sondern auch Viren und Bakterien von Tausenden anderen Bewohnern der Region.

  4. Gratis Konzert

    Seit Ende der 70er haben sich öffentliche Verkehrsmittel als ein Ort der jugendlichen Musikerziehung etabliert. Angefangen von der eher moderaten Beschallung durch den Walkman über das Aufkommen von Ghettoblastern mit der Hip-Hop Bewegung, bis zu den blechernen Kratztönen aus heutigen Smartphones – nirgendwo sonst können Jugendliche ihrer Umgebung so erfolgreich den eigenen, zumeist miserablen Musikgeschmack aufzwingen.

  5. To much Information *GoT Spoiler Alert – Season 3*

    „Wusstest du schon, dass Sabrina Mark mit Kevin betrogen hat?“ Nein wusste ich nicht, wollte ich auch nicht wissen. Doch in Öffis erfährt man solche Dinge eben. Die Gespräche der Mitreisenden sind ein von Schallwellen getragener Albtraum. Die Info über Sabrinas Liaison mit Kevin ist dabei nur die Spitze des Eisbergs und vergleichsweise verkraftbar. Bei der vorzeitigen Information über Robb Starks Tod, sieht es da schon anders aus.