29. Jul 2015

Karin Tien

4 Min.

Curtain Falls
Kates Abschied von Fusonic

Nun ist es soweit – nach fünf aufregenden Jahren ist es Zeit geworden die Garderobe zu räumen. Die großartige Show rund um die Entwicklung von herausragender Business Software für Intranet, Web und Smartphones wird ohne mich weiter gehen. In meinem letzten Blogeintrag möchte ich noch Revue passieren lassen, was mich während dieser Zeit besonders geprägt hat.

Wir waren jung und brauchten das Geld...

2010, an einem regnerischen Montag Morgen stehe ich zum ersten Mal vor der Tür mit dem Fusonic Schriftzug daneben. Ich klopfe an, trete über die Türschwelle und mache den ersten Schritt auf den Brettern, die zumindest für meine Welt viel bedeuten.

Zugegeben, der Anblick von fünf Programmierern, die ihre Köpfe tief in die Monitore gesenkt hielten, wirkte auf den ersten Blick nicht gleich wie das Royal National Theatre. Doch ich fand es toll, in einem sehr jungen und kleinen Team meine Arbeit aufnehmen zu können. Meine ersten Aufgaben waren das Konzeptionieren von App-Modellen, die Marktanalyse und natürlich die Kundenakquise – drei Stichworte, verbunden mit immensem Aufwand. Die App Branche war gerade erst geboren und viele hatten noch keinen blassen Schimmer davon, was diese Neuentwicklung zur Folge haben wird. Oft fühlte ich mich als Missionarin, wenn ich bei Meetings die Wichtigkeit dieser Miniprogramme sowie der Optimierung von Inhalten für mobile Geräte zur Sprache brachte.

Drei Jahre lang beschäftigte ich mich intensiv mit Entwicklungen von Hybrid Apps, BYOD, IoT und Industrie 4.0. Selbst die Microkriege und ständigen Meinungswechsel im Netz über Hardware, Entwicklertrends, Marketingfirenzien feuerten meine Begeisterung für das Mobile Business nur weiter an.

Schnell wurde mir klar, all jene neuen und altbekannten Probleme oder Innovationen in der Mobile Industrie, mit denen ich in der IT in Berührung kam, würden auch sehr schnell relevant werden für den juristischen Bereich, es wurden Fragen aufgeworfen, die mich als IT-Noob, Geek und Wirtschaftsrechtlerin faszinierten.

Der zweite Akt

2013 wurde das Social Network der neue Schwerpunkt meiner Arbeit, insbesondere Intranets und Community Portale. Für mich ein weiterer Schritt um nochmals mehr hinter die Kulissen zu blicken und am eigenen Leibe zu erfahren, was es nun wirklich bedeutet kollaborativ zu arbeiten. Ob die Gestaltung von Landing Pages, das Reorganisieren von Absatzkanälen oder das Aufsetzen von Demoversionen – mein Tätigkeitsfeld war genauso vielfältig wie unsere Produktpalette.

Collage BBQ

Tischfußball und Schlüsselkompetenzen

Einer der größten Vorteile meiner Tätigkeit bei Fusonic war es mit einem fachlich kompetenten und professionellen Team zusammen arbeiten zu können, das als junges Start-Up Freiheiten der Kreativität und schnelle Reaktion auf Markttrends zulassen konnte.

Mach ma no an feina Henkl dra, damit mas nochan bessr in Kübl schmießa kah.

Karin Tien, Marketing

Das Kernteam der ersten Jahre bestand aus sechs Entwicklern, einer administrativen und einer Marketingposition, das durch die traditionellen jährlichen Visionsdays, dem täglichen Scrum und einer gemeinsamen Leidenschaft zusammen geschweißt wurde. Heute nennen wir das »work&play«, zu jener Zeit war’s der Fusonic-Alltag. Fester Bestandteil davon war auch damals schon das Tischfußball-Spektakel. Fehlte es mir zu Beginn noch etwas an Begeisterung für Männer an Alustangen, würde ich mit meinen Smack talk mittlerweile so manchen Hooligan das Fürchten lehren.

Ich durfte diese Firma dabei begleiten ihre Identität und ihren Platz am Markt zu finden, was mir die Chance gab mit meinen Kompetenzen mit zuwachsen. Drei Homepagelayouts, drei neue Büroräume und ein Studium später kann ich stolz den Hut ziehen und ohne Bedenken Platz machen für neue kreative Köpfe, die würdig weiter führen, was dieses Unternehmen ausmacht.

Ich bedanke mich für lehrreiche Arbeitsjahre, Unterstützung und unterhaltsame Momente bei Matthias, Rene, Dave, Alex, Gabi, Daniel, Cracky, Harti, Leo, Dominik, Andi, Steffi, Bernhard, Fabian, Christian, Clemens!

Keep calm, geek on!