Software wird nicht für Plattformen sondern für Menschen entwickelt

12. Nov 2018

Matthias Burtscher

4 Min.

Die Menschlichkeit der Maschine

Nach außen hin scheint Softwareentwicklung oft sehr technologiefokussiert zu sein. Doch auch in der Welt von Bits, Bytes, Clouds und Algorithmen spielen menschliche Bedürfnisse und Gefühle eine wichtige Rolle. Wir verraten euch, warum das so ist.

Über 13 Jahre ist es her, dass die erste von Fusonic programmierte Software ihr Debüt feierte. Damals hatten wir das mit dem Naming noch nicht so drauf, daher hört das schmucke Ding bis heute auf den Namen Belegeverwaltung. Ja, ihr habt richtig gelesen: Die Anwendung heißt noch heute so – sie ist nach wie vor im Einsatz.

Zum Vergleich: Vor 13 Jahren war Windows XP noch das aktuellste Microsoft Betriebssystem, MySpace war die beliebteste Social-Media-Plattform und wir alle hatten noch Klapphandys in den Hosentaschen. Was ist es also, das unsere Belegeverwaltung so langlebig macht? Wie kommt es, dass sie nach all der Zeit noch immer Tag für Tag im Einsatz ist? Ein Blick auf den Screenshot genügt, um zu sehen, dass es wohl kaum an ihrer Schönheit oder herausragenden Usability liegen kann. Auch an der technischen Umsetzung gäbe es aus heutiger Sicht das eine oder andere zu bemängeln. Unsere Theorie für die Lebensdauer des Tools ist ganz einfach: Die Anwendung löst ein reales Problem.

Belegverwaltungssoftware

Ein klarer Vorteil

Gehen wir einmal davon aus, dass das Finden eines Belegs mit der Software ca. eine Minute dauert, während die Suche in einem haptischen Ordner drei Minuten in Anspruch nimmt. Folglich könnte man argumentieren, dass sich die Mitarbeiter seit Einführung des Tools drei Jahre ihrer wertvollen Lebenszeit gespart haben, die sie sonst mit der Suche von Belegen verbracht hätten. Das bedeutet natürlich auch, dass sich das Unternehmen die Kosten für drei Jahresgehälter gespart hat. Doch der grundlegende Nutzen der Software liegt noch tiefer.

Menschliche Bedürfnisse

Wir sind überzeugt davon, dass Technologie dann erfolgreich ist, wenn sie Mehrwert stiftet. Wenn sie Menschen dabei hilft, sich weiterzuentwickeln, Potenziale zu entfalten und über sich hinaus zu wachsen. Das kann etwas Einfaches, Offensichtliches und Messbares, wie die Effizienzsteigerung durch die Belegeverwaltung sein. Aber Software kann auch dazu beitragen, komplexe, menschliche Bedürfnisse zu erfüllen.

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Humanity > Technology

Die Technologie, die wir kreieren, besteht nicht nur zum Selbstzweck. Vielmehr dient sie dazu, menschliche Bedürfnisse zu erfüllen und menschliches Potenzial zu entfalten. Klar beschleunigt sie Dinge und treibt stetigen Wandel an, doch damit steigert sie auch den Wert von all dem, was nicht digitalisiert oder automatisiert werden kann: besondere menschliche Eigenschaften wie Kreativität, Vorstellungskraft, Intuition, Emotion und Ethik.

Der gesamten Menschheit liegt ein fundamentaler Wunsch nach Fortschritt zugrunde. Die Digitalisierung zeigt zwar auf, wie sich die Welt gemeinsam mit ihrer Gesellschaft und der Wirtschaft verändern werden aber wir Menschen geben das „Warum“ dieser Veränderungen vor. Software ist nicht greifbar. Sie ist künstlich, digital und dabei doch durch und durch menschlich.

PS:

So sehr es uns freut, dass unsere erste Software nach so vielen Jahren noch immer unverändert im Einsatz ist, solltet ihr euch das nicht zum Vorbild nehmen. Regelmäßige Anpassungen, Weiterentwicklungen und Updates sind nicht nur äußerst wichtig, sondern dank Continuous Development auch von Anfang an fixer Bestandteil der Softwareentwicklung.