16. Mar 2016

Leo Leimser

6 Min.

E-Mails
als Marketing-Tool

Teil 1
Warum Mails wichtiger sind als je zuvor.

Letzte Woche er­reich­te uns die Nach­richt, dass Ray Tomlinson ver­storben ist. Tomlison gilt als Er­finder eines der meist­ge­nutz­ten Fea­tures des In­ter­nets: der E-Mail. Auch wenn das ge­fühlte Image der elek­t­ro­nischen Post in den letz­ten Jahren ge­litten hat, ist sie auch nach der Ver­brei­t­ung von zahl­reichen Social Media Kanälen immer noch eines der wichtig­sten di­gi­talen Marketing-Tools.

TL;DR

Die E-Mail ist nach 3 Jahrzehnten noch immer eines der erfolgreichsten Online Marketing­tools – messbar, geräte­unabhängig und günstig. Umsetzungshilfe gibt’s hier.

In An­denk­en an Ray Tomlinson möchten wir der di­gi­talen Post unsere Auf­merk­sam­keit schenken. Zu­nächst durch­leuch­ten wir ihre Be­deut­ung als Marketing-Tool. Im zweiten Teil klären wir, wie eine moderne E-Mail aus­zu­sehen hat und wie man eine solche er­stellen kann. Wer den ersten Teil über­spring­en möchte, kann das hier tun.

Effizienz und Reichweite

Laut einer Studie von McKinsey ist die E-Mail fast 40-mal effektiver als Facebook, Twitter und Co. zusammen – zumindest was den Kundenerwerb betrifft. Das resultiert daraus, dass etwa 34 Prozent der irdischen Bevölkerung täglich mit Mails arbeiten.

Der Erfinder des @ – Ray Tomlinson


Ray Tomlinson Quelle: WIRED

There’s a reason your inbox always seems jam-packed: e-mail marketing works.

McKinsey & Company

Einfach und günstig

Im Vergleich zu Werbe­alternativen ist die E-Mail unschlagbar günstig. Mit wenigen Klicks erreicht man alle Stamm­kunden oder tausende von po­ten­zi­ellen Neu­kunden, während die Kosten unschlagbar niedrig sind.

Mobile kompatibel

Dank der permanenten Internet­verbindung von Smart­phones und Tablets können E-Mails vom Mail­server direkt auf den Client „gepusht“ werden. User bekommen dann eine Be­nach­rich­ti­gung über den Empfang oder ein Indi­kator auf dem Mailapp-Icon zeigt die Anzahl der un­ge­lesenen Mails an. Diese leichte Zu­gäng­lich­keit führt dazu, dass 91 Prozent aller Smart­phone User min­destens einmal täglich ihren Post­ein­gang checken.

E-Mails werden am Smartphone gelesen.


9 von 10 Smartphone-Usern checken ihre Mails täglich.

Animierte Grafiken bringen bewegte Bilder direkt ins Mail.


Screenshot aus „Harry Potter und der Gefange von Askaban“ © Warner Bros.

Interaktiv und Messbar

Moderne E-Mails sind mehr als nur Text – viel­mehr erinnern sie an die „lebendigen“ Zeit­ungs­seiten und Pla­kate aus den Harry Potter Ge­schich­ten. Ani­mierte Grafiken machen bewegte Bilder direkt im Mail­ing möglich und Videos sind nur einen Klick entfernt. Kevin Mandeville geht noch einen Schritt weiter und bettet einen Live-Twitter-Feed in eine Mail ein.

Die In­ter­ak­ti­onen in einer Mail lassen sich auch messen. De­tail­lierte Zahlen und Dia­gramme geben Auf­schluss darüber, wie viele Mails ge­öffnet wurden und wer auf welche Links ge­klickt hat. So erkennt man schnell, welche E-Mails funk­ti­onieren und welche nicht.

E-Mail Services

Auch bei E-Mails führen viele Wege zum Ziel. Je nach Wünschen, An­for­der­ungen und dem per­sönlichen Know-how können wir unter­schiedliche Wege empfehlen. Zunächst solltet ihr euch einen E-Mail-Marketing-Operator suchen. Davon gibt es einige, wir emp­fehlen gerne den Markt­führer MailChimp, ihr könnt aber gerne auch ver­gleich­bare Dienste wie Campaign Monitor oder Benchmark E-Mail verwenden. Wenn ihr euch für einen Anbieter entschieden habt, braucht ihr ein Template – eine Ge­stalt­ungs­vorlage für eure E-Mails. Dabei habt ihr drei Möglichkeiten:

  1. Ihr sucht online nach vor­ge­fertig­ten Ex­em­plaren. Es gibt zahl­reiche Web­seiten, die kosten­lose und -pflichtige Basic Temp­lates zur Ver­fügung stellen. Großer Vor­teil dabei: Die Vor­lagen sind meist auf Herz und Nieren auf allen Clients getestet worden.

  2. Ihr stellt euch mit Hilfe von den An­bieter­editoren eine eigene Vorlage zusammen. MailChimp bietet hierbei einen angenehmen Drag&Drop Template Builder. Doch Vorsicht – ihr solltet euer Template auf so vielen Mail­clients wie möglich testen, bevor ihr mit dem Ver­sandt loslegt.

  3. Wer außer­ge­wöhn­liche Corporate-Design-Vorgaben oder spezielle Funk­tions­wünsche hat, der wird auch mit den per­so­na­li­sie­rten Temp­lates an seine Grenzen stoßen. Dann hilft nur noch Code. Wenn ihr das nötige Grund­wissen in eurem Team habt, hilft euch der zweite Teil dieses Beitrags dabei, aus­ge­fallene und Auf­sehen erregende Temp­lates zu erstellen.
In MailChimp lassen sich per Drag&Drop simple Templates erstellen.


Mit Drag&Drop-Editoren lassen sich einfache Templates erstellen.

Wer sich dieser Aufgabe nicht gewachsen fühlt, dem bleibt noch die beste aller Mög­lich­keiten:
An uns wenden. Wir helfen euch dabei, Back­stage an den richtigen Schrauben zu drehen und lassen eure digitale Post genau so aussehen, wie ihr es euch wünscht.