22. Feb 2016

Dominik Sekacic

3 Min.

Lernt doch mal Origami.

Einen ganzen Tag tun was man will und dennoch bezahlt werden – was für Mitarbeiter fantastisch klingt, mag Arbeitgeber erst mal abschrecken. Doch der Schein trügt, denn auch für das Unternehmen lohnt sich ein sogenannter Hackathon.

Was ist ein Hackathon?

Was ist ein Hackathon?

Die Wortkombination aus „hacken“ und „Marathon“ betitelt einen Tag oder ein Wochenende an dem Programmierer in vorgegebener Zeit ein eigenes Wunschprojekt umsetzen und dieses am Ende vorstellen – oft auch mit einem Preis für das beeindruckendste Ergebnis.

Es ist aber kein klassischer Wettbewerb, sondern vielmehr ein soziales Event – eine Party mit gutem Essen und netten Menschen. In Teams wird dabei an Dingen gearbeitet, die Spaß machen. Bei einem unternehmensinternen Hackathon sollte natürlich im weitesten Sinne eine Verbindung zum Aufgabengebiet des Unternehmens bestehen. Das Projekt aber nicht Teil des aktuellen Tagesgeschäfts sein.

Der Fusonic-Hackathon geht bald in die dritte Staffel und hat schon etliche kleine Innovation hervor gebracht wie unser Dashboard, TimeTracking Clients für MacOS, Windows und den i3 window manager sowie einen Großteil unseres Fusonic-Merch.

Wir sind aber keine Programmierer.

Das macht nichts. Es geht rein um die Idee für einen definierten Zeitraum aus dem Alltag auszubrechen und an Dingen zu arbeiten, für die sonst keine Zeit bleibt. So kann man Innovationen schaffen, sich mit neuen Tools beschäftigen und sein Know-how steigern. Das geht in jeder Branche.

Hackathon kann auch das Ausprobieren von neuen Rezepten sein.
Auch das eigene Corporate Design kann man auf Stand bringen.

Restaurants können den Hackathon dazu nutzen neue Rezeptideen auszuprobieren, den Gastraum umzugestalten oder das Mixen von Cocktails zu erlernen. Werbe- bzw. Designagenturen können sich um das kümmern, was sonst meist liegen bleibt: das eigene Corporate Design. Wie wär’s mit einem CD basierend auf der Origamikunst?

Hackathons mit Themenbezug

Manchmal ist es sinnvoll einem Hackathon einen Themenbezug zu geben. Beispielsweise „Produktverbesserungen“. Die einzelnen Teams stellen sich alle die Frage: „Welches Feature fehlt unserem Produkt noch und was wäre nötig, um es zu ermöglichen?“ Wie wär’s mit Schubladen, die nicht nur beim Schließen, sondern auch beim Öffnen dämpfen, Bierkisten aus Karton, eckigen Erbsen, die nicht mehr von der Gabel rollen oder Buzzer für Restauranttische, die dem Kellner symbolisieren, dass man bestellen oder zahlen möchte?

Kleine Ideemaschinen

Wem die Ideen ausgehen, der sollte mal zu Hause den Nachwuchs fragen. Kinder sind ein Garant für kreative Ideen, das beweist nicht zuletzt das INVENTORS! Project aus Großbritannien. Dort zeigen Erfindungen wie der Pringles-Löffel, der Tandem-Scooter oder der sich selbst bewässernde Blumentopf das enorme Potenzial kreativer Kinderköpfe. Wenn die Idee erstmal steht, gibt es nur noch eines zu tun: MACHT ES MÖGLICH.