11. Jun 2016

Dominik Sekacic

6 Min.

Use Mac OS like a pro – a lazy pro

Die Menschheit ist ein faules Völkchen. Wenn sich unsereins eine Abkürzung bietet, wird diese in der Regel auch genutzt. Es sei denn, der kürzere Weg ist noch unbekannt. Zumindest in der Mac Welt wollten wir da Abhilfe schaffen, und ich wurde damit beauftragt, euch 8 nützliche Mac-Tipps zu präsentieren.

Da ich aber sehr fleißig bin, wenn es darum geht, faul zu sein, habe ich nicht fünf, sondern gleich acht solcher Workflowbeschleunigungsmaßnahmen für euch.

Tipp 1 – Maustuning

Als ich vor vielen Jahren von Windows auf Mac wechselte, war das Erste, was mir negativ auffiel die geringe Mausgeschwindigkeit des Apple-Betriebsystems. Sogar wenn ihr den Geschwindigkeitsregler in den Einstellungen auf Anschlag stellt, bewegt sich euer Zeiger noch immer deutlich langsamer, als auf einem Windows-Rechner. Wer gern mehr Power hätte, findet die Lösung im Terminal. Hier könnt ihr euch die derzeitige Mausgeschwindigkeit anzeigen lassen und nach Belieben ändern.


# MAUSGESCHWINDIGKEIT ANZEIGEN

defaults read -g com.apple.mouse.scaling

# MAUSGESCHWINDIGKEIT EINSTELLEN

defaults write -g com.apple.mouse.scaling 9

# Die von Haus aus maximale Mausgeschwindigket liegt bei 1.7, da geht aber deutlich mehr.
# Ich arbeite beispielsweise mit 9.
# Achtet beim Einstellen darauf, das Komma als Punkt zu schreiben
# Die Einstellungsänderungen werden erst nach einem Neustart übernommen.

Tipp 2 – Dock mit Lachgaseinspritzung

Wenn ihr eh schon das Terminal geöffnet habt, könnt ihr mit dem Tuning gleich weiter machen. All diejenigen unter euch, die mit einem ausgeblendeten Dock arbeiten, werden bemerkt haben, dass sich die praktische Ablagefläche etwas ziert, bevor sie emporschnellt, um euch schnellen Zugriff auf Programme, Ordner oder Dateien zu gewähren. Das macht grundsätzlich Sinn, so kommt die Leiste nicht jedes Mal sofort hoch, wenn ihr mit der Maus zufällig am unteren Bildschirmrand vorbeikommt. Wer sich die halbe Sekunde Wartezeit dennoch sparen will stellt das Float-Setting des autohide-delay auf 0. Einen zusätzlichen Schub verpasst ihr eurem Dock, wenn ihr die Float-Einstellungen des autohide-time-modifier auf 0.5 oder höher setzt. Dieser Befehlt lässt die Animation für das Hinausfahren des Docks schneller laufen.


# VERZÖGERUNG DEAKTIVIEREN

defaults write com.apple.Dock autohide-delay -float 0; killall Dock

# VERZÖGERUNG ZURÜCKSETZEN

defaults delete com.apple.Dock autohide-delay; killall Dock

# ANIMATIONSGESCHWINDIGKEIT EINSTELLEN

defaults write com.apple.dock autohide-time-modifier -float 0.12;killall Dock

# ANIMATIONSGESCHWINDIGKEIT ZURÜCKSETZEN

defaults delete com.apple.dock autohide-time-modifier;killall Dock

Tipp 3 – Der Finder ist ein Fuchs

Kommen wir zur wahrscheinlich wichtigsten Anwendung für Mac, dem Finder. Das Erste wobei sich Mac-User untereinander streiten, ist die vermeintlich richtige Ansichtsvariante für das Finder-Fenster: Liste, Symbole, Spalten oder Cover-Flow. Meiner Meinung nach ganz egal, denn diese lassen sich mit cmd+1, 2, 3, oder 4 blitzschnell wechseln.

Es gibt Orte auf der Festplatte, die man deutlich häufiger besucht als andere. Da ist es schön, wenn man eine Abkürzung zu den Orten hat. Der Finder bietet euch einige solcher Shortcuts, alle zu finden im Menü „Gehe zu“. So kommt ihr beispielsweise mit cmd+shift+D direkt auf den Desktop oder mit cmd+alt+L in den Download-Ordner. Das ist besonders beim Speichern praktisch, so könnt ihr mit cmd+shit+O direkt in euren Dokumentenordner wechseln.

Tipp 4 – Nicht zu laut, nicht zu leise

Wer kennt es nicht? Man hört Musik auf dem Mac und findet einfach nicht die passende Lautstärke. Ein Schritt höher ist zu laut, einer niedriger ist zu leise. Wie wär’s mit Viertelschritten? Das geht, wenn ihr die alt+schift-Taste gedrückt hält und dann die Lautstärke anpasst. Beim MacBook funktioniert das übrigens auch mit der Bildschirmhelligkeit

Tipp 5 – Ninja Start-up

Eigentlich ist es ja schön, das wuchtige Startgeschräusch beim Einschalten eures Macs. Doch nicht immer wollt ihr, durch das Einschalten des MacBooks eure gesamte Umgebung auf euch aufmerksam machen. In diesem Fall hilft es, wenn ihr die Mute-Taste beim Einschalten gedrückt hält. Dann startet euer Mac geräuschlos wie ein Ninja.

Tipp 6 – Back To Black

Wenn ihr aus irgendwelchen, hier nicht näher ausgeführten Gründen euren Screen blitzschnell vor neugierigen Blicken schützen müsst, versucht es mal mit crtl+shift+eject.

Tipp 7 – Dateidrop & Shortcuts beim Tabswitch

Ihr wisst wahrscheinlich alle, dass man mit cmd+Tab die aktive Anwendung wechseln kann. Aber wusstet ihr auch, dass ihr im Wechselmenü Tastenkürzel nutzen könnt. Wählt beispielsweise eine Anwendung aus, drückt cmd+q und schon wird diese beendet. Außerdem könnt ihr mit dem Menü bequem Dateien in einem bestimmten Programm öffnen, einfach per Drag & Drop auf das Anwendungssymbol ziehen – fertig.

Tipp 8 – Spotlight on Spotlight

Spotlight wird von vielen Mac-Usern nur dann verwendet, wenn sie panisch nach einer Datei suchen, von der sie nicht mehr wissen, wohin sie abgelegt wurde. Doch Spotlight kann viel mehr. Ich verwende es gerne zum schnellen Programmstart. Mit cmd+Leertaste starte ich Spotlight, tippe direkt die ersten paar Buchstaben der gewünschten Anwendung ein und schon kann ich sie mit Enter starten. Besonders wenn ihr die Hände bereits auf der Tastatur habt, ist das deutlich schneller, als mit der Maus zum Dock zu fahren.

Auch mit wichtigen Infos kann euch Spotlight versorgen. Es rechnet für euch. Gebt einfach die Rechnung ins Suchfeld ein, schon bekommt ihr die Lösung. Doch damit nicht genug, auch Umrechnen geht damit egal ob Länge, Fläche, Volumen, Gewicht oder Währung. Und wenn euer Büro kein Fenster hat, gebt einfach „Wetter“ ins Suchfeld ein, schon wisst ihr ob draußen die Sonne scheint oder in den nächsten Tagen scheinen wird.

Mit den Shortcuts lässt sich die Finder-Ansicht bequem ändern. Statt einem Ganzen, passt ihr so die Mac Lautstärke in Viertelschritten an. Spotlight kann euch sehr viel Zeit sparen.