19. Jan 2015

Stefanie Zeiler

5 Min.

Unternehmenskultur als größte Hürde auf dem Weg zum Social Business

Nachdem ich mich im ersten Teil der dreiteiligen Blogserie mit grundlegenden Fragen der internen Kommunikation beschäftigt habe und aufgezeigt habe, welche Rolle das Social Intranet in der Unternehmens­kommunikation spielt, widme ich den zweiten Teil dieser Serie dem Thema Unternehmenskultur und welche Hürden uns auf dem Weg zum Social Business begleiten. Einleitend möchte ich noch einmal aufzeigen, welche messbaren Kosteneinsparungen mit der Integration eines Social Intranets in die Unternehmens­kommunikation möglich sind.

Welchen messbaren Beitrag liefert ein Social Intranet zum Unternehmenserfolg?

  • direkte Kosteneinsparung
  • Mit der Integration eines Social Intranets in die Unternehmenskommunikation fallen einmalige Inverstitionskosten an. Aber bereits ab dem zweiten Jahr kann mit der Wartung und Betreuung nur noch eines Systems bares Geld gesspart werden. Die wichtigste Kosteneinsparung ist aber sicherlich die Reduktion der Reisekosten, die vor allem mit der Vernetzung der Mitarbeit untereinander zustandekommt. Video- und Onlinekonferenzen ersetzen teure Geschäftsreisen sowie lange Abwesenheitszeiten der Mitarbeiter. Auch können sich Ihre Mitarbeiter endlich wieder aufs Wesentliche konzentrieren, indem das Wiki mehrstündige Meetings und Workshops ersetzt.

  • Unternehmenskultur und die Mitarbeiterzufriedenheit
  • Die Zufriedenheit und Akzeptanz eines Arbeitsplatzes steigt durch die Nutzung benutzerfreundlicher und produktiver Systeme, die eine effiziente Zusammenarbeit ermöglichen aber auch Doppelarbeit und langes Suchen nach den richtigen Informationen vermeiden. Indem ich gemeinsam an Dokumenten arbeite, diese zentral ablege und in jedem Moment an diesen weiterarbeite oder bereits Geschriebenes kommentiere und mit meinen Ideen bereichere, schaffe ich es, eine zielgerichtete Kollaboration meiner Mitarbeiter zu ermöglichen.

  • Produktivität
  • Das Social Intranet ist der Hebel zur Erschließung von Effizienzpotentialen in jedem Unternehmen. Indem Mitarbeiter miteinander vernetzt werden, Informationen schnell und mit hoher Reichweite austauschen und ihr Wissen mit Anderen teilen, kommt es laut McKinsey zu einer Produktivitätssteigerung von 20-25%.

  • Anwendung in den Geschäftsprozessen
  • Die Integration eines Social Intranets in die Geschäftsprozesse und die damit verbundene Integration von Ideen und Meinungen der Mitarbeiter ermöglicht Wettbewerbsvorteile in den Bereichen Innovation, Produktqualität und Produktentwicklung.

    Produktivität

    Quelle: Flickr - Bill Sarris

80% of social business efforts will not achieve the intended benefits due to inadequate leadership and an overemphasis on technology. There is too much focus on content and technology and not enough focus on leadership and relationships. Succsessful social business initatives require leadership and behavioral changes.

Gartner Inc.

Der Mitarbeiter steht im Mittelpunkt der Unternehmenskommunikation von morgen!

Dieses Zitat von Gartner zeigt uns deutlich, woran die Integration eines Social Intranets scheitern kann bzw. wo auch die Grenzen einer Software liegen. Der Wandel zum Enterprise 2.0 ist ein Prozess, der Sicherheit, Unterstützung und vor allem viel Zeit braucht. Die Installation von Social Software ist der erste Schritt in die richtige Richtung aber nicht das Allheilmittel für eine transparentere und offenere Unternehmenskommunikation.

In der Unternehmenskommunikation 2.0 bringen sich Ihre Mitarbeiter aktiv ein, teilen sich mit und lassen Andere an ihrem Wissen teilhaben. Im Newsbereich können Sie Kollegen auf den neusten Stand bringen oder im Innovationsbereich Ihre eigenen kreativen Ideen und Produktrentwicklungen mitteilen. Mitarbeiter werden an Diskussionen beteiligt und befruchten mit ihren Ideen das Unternehmen und haben Einfluss auf wichtige Entscheidungen, die vom Management getroffen werden. Wissen vermehrt sich und das steigert die Wertschöpfungskette des gesamten Unternehmens.

Aber auch das Management nimmt eine neue Funktion ein, indem es künftig als Moderator und Berater fungiert, welches Teams abteilungsübergreifend vernetzt. Koordination ist das neue Zauberwort, welches Kontrolle und Kommando ablöst. Damit das möglich wird, muss aber ein Umdenken in den Köpfen des Managements geschehen. Alte Denk- und Verhaltensmuster müssen über Bord geworfen werden und dafür Prozesse komplett neu definiert werden. Integrieren Sie Ihre Mitarbeiter aktiv in die Unternehmenskultur anstatt Entscheidungen immer nur alleine zu treffen.

Interne Kommunikation und soziale Medien lernen sich gerade kennen und vielleicht auch lieben - bis zur reifen Beziehung ist es aber noch ein weiter Weg

Carsten Rossi

Die Integration von Social Software kann maßgeblich dazu beitragen, die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen, indem ihnen Raum für eigene Ideen und Gestaltungen gegeben wird sowie Wertschätzung in Form von Feedback und Kommentaren entgegengebracht wird. Aber wichtig ist, dass Social Media Zeit braucht, bis es vom Mitarbeiter verstanden, genutzt, geliebt und gelebt wird.

Quellen:

Atchison, Annabelle; Mickeleit, Thomas; Rossi, Carsten: “Social Business - von Communities und Collaboration”, Frankfurter Socitäts-Medien GmbH, 2014
Herbst, George: “Rede mit mir. Warum interne Kommunikation für Mitarbeitende so wichtig ist und wie sie funktionieren könnte.”, scm ℅ primus communications GmbH, Berlin, 2011
Pütz, Horst: “Einführung von Social Business und Social Intranet mit Checkliste”, Whitepaper, MCCM Consulting GmbH, 2012

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Dann freue ich mich auf Ihr Feedback und Ihre Erfahrungen. Im 3. und letzten Teil werde ich mich dem Thema "Change Management" widmen.

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