Die App hilft Exponate wie die im Museo del Tessuto vor Belichtungsschäden zu schützen.

Alte Werke, neues Licht

Vergangenheit ist die Basis, auf der unsere Gesell­schaft errichtet wurde und das Fun­da­ment der Zukunft. Museen sind die Hüter dieser kult­urellen Grund­lage. Gemein­sam mit unseren Freunden von Zumtobel helfen wir mit der App „Art & Culture“ dabei, uner­setz­liche Meister­werke und stumme Zeit­zeugen vor dem Zahn der Zeit zu bewahren.

Wie kaum ein anderes Ein­satz­gebiet stellen Museen & Galerien Be­leucht­ungs­ex­perten vor große Her­aus­for­der­ungen. Neben der Er­füll­ung ar­chi­tek­to­nischer sowie künst­le­rischer An­sprü­che und der authen­tischen Wieder­gabe von Farben müssen Licht­designer und -planer auch kon­ser­va­to­rische An­for­de­rungen berück­sichti­gen. Um die Wahl des rich­tigen Lichtes zu ver­ein­fachen, haben wir 2014 für Zumtobel eine Web-App ent­wick­elt, die es er­mög­licht, durch den Ab­gleich von Strahl­ungs­dauer und Schä­di­gungs­po­ten­zial die perfekte Be­licht­ungs­lös­ung für jedes Exponat zu finden.

Das Exponat zuerst

Die Suche nach „Erleuchtung“ beginnt mit der Be­stimmung des Aus­stell­ungs­ma­te­rials. So ist bei­spiels­weise Zeit­ungs­papier natur­gemäß an­fäl­li­ger als Tex­ti­li­en. An­schlie­ßend können verschiedene Licht­lösungen mit un­ter­schied­lichen Be­leuch­tungs­stärken mit­ein­ander ver­glichen werden. Dank manueller Ein­gabe­funk­tion sind auch Vergleiche mit Lichtern anderer Leuchten­her­stel­ler möglich. Über ein Dia­gramm vi­su­a­li­siert die App in Echt­zeit die empfohlene Be­strah­lungs­dauer für das aus­gewählte Exponat.

Die Diagramme werden von der App in Echtzeit erstellt.


Diagramme erleichtern den Vergleich unterschiedlicher Lichtlösungen.

Vom Screen aufs Papier

Die App wird in erster Linie von Außen­dienst­mit­arbeitern ver­wendet, weshalb es wichtig war, sämt­liche Funk­tionen auch off­line zu ermöglichen. So auch die Speicher- und Ex­port­funk­tion. Damit die vor­ge­nom­menen Verg­leiche und Analysen nicht verloren gehen, können Kon­fi­gu­rationen in der App­likation ge­spei­chert, und sogar als PDFs dar­ge­stellt werden. Für beides genügt ein Klick bzw. eine kurze Berührung mit dem Finger. Diese Funk­tio­na­li­tä­ten sind be­son­ders bei vielen ungleichen Aus­stel­lungs­stü­cken prak­tisch. So kommen bei­spiels­wei­se im Museo Jumex in Mexiko City elf unter­schied­liche Systeme zum Ein­satz.

Akzent- und Gesamtbeleuchtung im Militärhistorischen Museum Dresden.


Im Militärhistorischen Museum Dresden werden gestalterische und konservatorische Anforderungen erfüllt.

Bildquellen:

Vorschaubild: Militärhistorischen Museum Dresden © Joachim Krumnow

Titelbild: Museo del Tessuto, Prato IT © Zumtobel Lighting GmbH

Militärhistorischen Museum Dresden: © Zumtobel Lighting GmbH

iPad Bild: © Alexey Boldin / Shutterstock.com