OMICRON Raumsteuerung

Licht-, Ton- und Klimatechniker als App

Mit dem OMICRON Campus hat das Architekten-Team von Dietrich Untertrifaller ein Gebäude geschaffen, das der Unternehmenskultur des Vorarlberger Vorzeigeunternehmens entspricht und mit durchdachtem Design, Nachhaltigkeit und vielen technischen Finessen überzeugen kann. Eine davon: die all-in-one Raumsteuerung aus dem Hause Fusonic … aber das wusstet ihr bereits.

Meetingräume sehen immer gleich aus: Projektor, Leinwand, Beleuchtung, Beschattung, Klimaanlage, Telepräsenzsystem und genügend Schalter und Fernbedienungen, um fast alle Meeting-Teilnehmer mit einer Steuereinheit auszustatten.

The same procedure as every meeting

Auch die Abläufe ähneln sich: der Projektor zeigt kein Bild, die Jalousien weigern sich, in die richtige Position zu fahren, schließlich muss jemand aufstehen, um das Licht aus zu machen und etwas später noch mal, um über die Klimaanlagensteuerung die Raumtemperatur anzupassen.

Kein Wunder, dass OMICRON diesem aufwändigen Prozedere ein Ende machen wollte. Ziel war es, eine Raumsteuerung zu entwickeln, die alle vorhandenen Geräte inklusive Klimaanlage steuern kann und dabei unabhängig vom Gerätehersteller funktioniert – die Lösung ist so einfach wie genial.

„Natürlich haben wir einige bereits am Markt erhältliche Raumsteuerungen ausprobiert, aber keine davon konnte uns überzeugen und alle Komponenten sinnvoll miteinander verbinden. Außerdem wollten wir Hersteller-unabhängig bleiben. Deshalb musste eine selbst entwickelte Lösung her.“ – Thomas Summer, Information Systems | User Services OMICRON

Mit Hilfe verschiedener Schnittstellen wie Telnet, SOAP oder einem BUS-System lassen sich alle Geräte gleichzeitig und jedes einzeln über eine Webapp steuern. Das ermöglicht es, diverse Szenarien abzubilden, zwischen denen die Nutzer wählen können. Projektor, PC, Telepräsenzsystem, Lichtsituation usw. passen sich automatisch dem gewählten Szenario an. Findet anschließend ein Meeting ohne Media-Equipment statt, genügt eine Berührung des Tablet-Screens, um den gesamten Raum vorzubereiten. Dabei steht es allen Benutzern frei, das gewählte Szenario anzupassen und beispielsweise die Kamera und den Ton des Telepräsenzsystems über die App zu steuern oder die Farbtemperatur der Beleuchtung anzupassen.

I’m out!

Ein kleines aber außerordentlich praktisches Feature ist die „Leave Room“-Funktion. Mit nur einem Klick lässt sich der Raum wieder in seinen Ausgangszustand versetzen: Projektor und PC fahren herunter, Jalousien und Leinwand hoch und das Licht schaltet sich mit kurzer Verzögerung ebenfalls aus. Das spart nicht nur Zeit und Energie, sondern vermindert auch den Geräteverschleiß deutlich.

So intuitiv wie ein Lichtschalter

Das größte Problem bei den zig verschiedenen Fernbedienungen für ebenso viele Geräte war die mangelnde Usability, bei der Erinnerungen an die Aufnahmeprogrammierung eines 80er-Jahre Videorecorders aufkamen. Nach Fertigstellung der App gab es zwar kurze Einschulungen, doch das Team um Thomas Summer erkannte schnell, dass die Mitarbeiter auch komplett ohne Schulung problemlos damit umgehen konnten.

Überall einsetzbar

Neben den klassischen Meetingräumen, kommt die App auch im OMICRON-Monolith zum Einsatz. Einer riesigen Lehmskulptur, die auch als Meeting- und Aufenthaltsraum dient. Es sind auch schon die ersten Anfragen von den OMICRON Niederlassungen in Berlin und Houston eingegangen. Glücklicherweise lässt sich die Webapp dank ihrer offenen Architektur jederzeit adaptieren und weltweit, auch in Kombination mit neuen Endgeräten, einsetzen.