Manchmal führt der direkte Weg nicht ans Ziel, sondern die Extrarunde. Mathias »Matze« Fritsch ist das beste Beispiel dafür. Heute zieht der 32-Jährige bei uns als Junior Product Owner die Fäden bei Softwareprojekten, doch sein Arbeitsplatz sah vor einigen Jahren noch ganz anders aus. Denn statt Dual-Monitor-Setup gab es Blaumann und Maschinenhalle.
- Autorin
- Sabrina Fleisch
- Datum
- 23. Februar 2026
- Lesedauer
- 5 Minuten
Der Drang nach Abwechslung
Matzes Weg in die Jobwelt begann mit dem Abbruch des Gymnasiums und einer Lehre als Maschinenbautechniker. Er arbeitete in diesem Beruf in verschiedenen Betrieben, doch irgendwann kam der Punkt, an dem das Repetitive ihn bremste. »Wenn ich etwas konnte und es nur noch Routine war, hat es mich gelangweilt. Ich brauche Abwechslung, sonst wird mir schnell fad«, erzählt der Dornbirner offen.
So trat er seinen neuen Ausbildungsweg an: Abendmatura, Studium an der FH Vorarlberg – erst InterMedia, dann der Wechsel zur Informatik. Der Wendepunkt kam auf einer Jobmesse, als er den Stand von Fusonic entdeckte.
Der Sprung ins kalte Wasser
Was Matze bei uns suchte (und fand), war Tempo und Echtheit. »Die Leute am Messestand waren einfach sie selbst. Ich hatte sofort das Gefühl: Das ist genau die ›Software-Bude‹, die ich gesucht habe. Kein spießiges Getue, sondern ein echtes Agenturgeschäft mit unterschiedlichen Projekten.« Sein Entschluss war so fest, dass er für den Job bei Fusonic sogar sein Masterstudium nach nur zwei Wochen schmiss.
Nach zwei Jahren als Entwickler folgte der nächste Schritt auf seinem Karrierepfad: Der Wechsel in die Rolle des Junior Product Owners.
Orchestrierung statt Routine
In seiner neuen Rolle ist Matze heute der Dreh- und Angelpunkt in seinen Projekten. Er ist nicht mehr »nur« am Code beteiligt, sondern orchestriert den gesamten Prozess. Während der Konzeptionsphase ist er im engen Austausch mit dem Design-Team, auf der technischen Seite fungiert er als Sparringspartner für die Entwicklung und kommuniziert außerdem direkt mit den Kunden.
Dabei kommt ihm seine größte Stärke zugute: Pragmatismus. »Ich versuche, ohne große Umwege zum Ziel zu kommen. Auch wenn es stressig wird, versuche ich Ruhe auszustrahlen.«, beschreibt er seine Arbeitsweise.
Eine Herzensprojekt
Aktuell betreut Matze sein erstes komplett eigenes Projekt von null auf: Eine Applikation für die Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie (V.E.M.). Die digitale Lernplattform hilft Lehrlingen bei der Vorbereitung auf den Lehrlingsleistungswettbewerb (LLW) und die Lehrabschlussprüfungen (LAP) und Ausbildungsbetrieben dabei, Fragenkataloge aktuell zu halten.
»Ich identifiziere mich extrem mit diesem Projekt. Als ehemaliger Maschinenbautechniker weiß ich genau, wie die Zielgruppe tickt. Ich denke mir oft: Es wäre richtig cool gewesen, wenn es so eine intuitive Lernhilfe bei meiner eigenen Lehre schon gegeben hätte!«
Gefördert, gefordert und eine ordentliche »Gaude«
Unterstützt wird Matze auf seinem Weg von seinem Mentor und Co-Founder Alexander Troy. Bei Fusonic ist die Philosophie klar: Eigenständigkeit wird großgeschrieben. »Ein bisschen ins kalte Wasser springen gehört dazu. Man holt sich Meinungen ein, aber am Ende trägt man die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst. So lernt man am schnellsten.«, betont Matze.
Neben der fachlichen Weiterentwicklung schätzt er vor allem das Teamgefüge. Bei Fusonic ist jeder essentiell und nicht eine Nummer wie im Konzern. Und trotz komplexen Projekten kommt der Humor nicht zu kurz. »Man hört es schon, wenn man an den Meetingräumen vorbeiläuft: Bei uns wird viel gelacht. Wir haben auch in stressigen Phasen eine Gaude.«
Flexibilität für Mensch und Hund
Wenn Matze nicht gerade Projekte orchestriert, ist er in Bewegung oder dort, wo es laut ist. Ob Trailrunning, Bouldern, Krafttraining oder Musikfestivals – der Ausgleich zum Büro ist ihm wichtig. Dank unserer flexiblen Arbeitszeiten lässt sich das perfekt mit seinem Alltag vereinbaren. Er startet gerne früh am Morgen, um den Nachmittag für ausgiebige Runden mit seinem Hund in den Bergen zu nutzen.
Sein nächstes Ziel? Ganz klar: Das »Junior« in seinem Titel so schnell wie möglich loszuwerden. Bei seinem Drive sind wir überzeugt davon, dass das nicht mehr lange dauern wird.


