HTLer Mohi bei Fusonic: So war das Sommerpraktikum

Team
Mohi_Blog

Am Freitag vor den Sommerferien habe ich wie alle anderen Schüler mein Zeugnis erhalten, und die meisten freuen sich schon auf die Sommerferien – endlich mal Pause von der Schule, und das sogar ganze neun Wochen lang! Zeit zum Entspannen, um genau das zu machen, was man will und wann man es will – also einfach nur zu chillen. Jedoch nicht für mich: Ich habe von den neun Wochen die ersten sechs Opfern müssen und ging direkt zur Arbeit. »Opfern« – das habe ich mir noch vor meinem Praktikum gedacht, lag damit aber total falsch.

Autor
Mohamad Ayo
Datum
25. August 2026
Lesedauer
3 Minuten

Der Weg zum Praktikum

Bereits in der zweiten Klasse der HTL Rankweil habe ich von Fusonic gehört. Sie hatten einen Stand bei uns auf dem e-Forum. Jedes Jahr gibt es einen Nachmittag, an dem bekannte Firmen bei uns an der HTL einen Stand aufbauen und sich vorstellen. Damit lernen die Schüler Unternehmen besser und auf einer persönlichen Ebene kennen, können direkt Fragen stellen und bekommen auch sofort eine Antwort. Fusonics Stand hat sofort mein Interesse geweckt, da ich gar nicht damit gerechnet hatte, dass es in Vorarlberg ein reines Software-Unternehmen gibt. Deshalb habe ich mich für ein Sommerpraktikum beworben, wurde damals aber leider abgelehnt.

Vor dem Abschluss meines vierten Schuljahres habe ich noch einmal meine Chance ergriffen und mich erneut für ein Sommerpraktikum beworben – wie ihr sehen könnt, habe ich eine Stelle bekommen und bin auch sehr zufrieden. Am ersten Tag meines Praktikums, als alle meine Freunde noch geschlafen haben, wurde mir gesagt, ich sei der erste HTLer aus Rankweil – zur Info: Die Informatikabteilung an der HTL Rankweil gibt es erst seit fünf Jahren; heuer hat die erste Informatik-Klasse an der HTL Rankweil ihren Abschluss gemacht, und nächstes Jahr ist meine Klasse dran. Als ich erfahren habe, dass ich der erste HTLer bin, wusste ich, dass ich mein absolutes Bestes geben muss, um zu zeigen, dass die HTL Rankweil es drauf hat und ihren bekannten Ruf nicht umsonst hat. Und tatsächlich habe ich schon direkt am Anfang sehr große Fortschritte gemacht.

Meine Aufgabe »Intranet« 

Die Arbeit für mich war bereits vorgeplant: ein älteres Projekt, das vor Jahren gestartet wurde und immer noch weiterläuft – das Intranet. Als ich zuvor »Intranet« in meinem Arbeitsvertrag gelesen hatte, dachte ich mir: »Boah, wird ja voll leicht – eh nur ein paar Seiten mit Infos.« Da lag ich noch einmal komplett daneben, denn das Intranet von Fusonic kann gefühlt alles: Kunden, Projekte, Mitarbeiter – alles ist dort zu finden. Informationen speichern und auslesen, Mitarbeiter zu Projekten zuteilen und sogar einen Product Owner zuweisen. Nicht nur das: Rechnungen und Angebote werden ebenfalls erstellt, versendet und verarbeitet. Es gibt auch einen sogenannten »Billing-Wizard«, der so viel kann, dass ich nicht einmal dazu gekommen bin, ihn ganz zu verstehen. Arbeitszeit, Urlaub, Termine usw. können ebenfalls direkt auf der Website eingestempelt werden. So viel zu „nur ein paar Seiten mit Infos“.

Mentoring und Unterstützung 

Nichtsdestotrotz habe ich ein Ticket nach dem anderen abgearbeitet – in der ersten Woche sogar so viele, dass ich dafür direkt ein Lob von Matze, dem Product Owner des Intranets, bekommen habe.😊 Natürlich habe ich das nur geschafft, weil ich die Unterstützung von Janik (Software Dev) bekommen habe, der für mich zuständig war und mir als Mentor zur Seite stand. Im Laufe der Zeit hat mich auch Arjan unterstützt. Ich bedanke mich bei euch beiden – ich habe viel von euch gelernt. 

Praxis vs. Schule

Apropos Lernen: So viel wie im Praktikum habe ich in der Schule noch nie auf einmal gelernt. Das hat mir echt die Augen geöffnet, wie weit der Schulunterricht manchmal von der echten Praxis entfernt sein kann. Zum Glück programmiere ich auch in meiner Freizeit sehr gerne. Das habe ich schon vor der HTL gemacht, weshalb ich vieles bereits wusste und Konzepte schnell verstanden habe. Das Praktikum bei Fusonic hat mir gezeigt, dass Berufserfahrung sehr wertvoll ist und ich in kurzer Zeit extrem viel lernen und selbständig Sachen umsetzen konnte. Ich finde, um richtig gut zu werden, sollte man in der Freizeit SEHR viel Zeit investieren zum Programmieren, sonst reicht meiner Meinung nach der normale Schulstoff einfach nicht aus.

In der Schule haben wir kurz die Skriptsprache PHP durchgenommen, allerdings habe ich in der Praxis jetzt ein viel besseres Verständnis dafür bekommen, weil ich es jetzt auch wirklich einsetzen konnte. Außerdem wurde für das Intranet das bekannte Framework Symfony verwendet – allerdings nur teilweise, da es dieses Projekt schon gab, bevor Symfony überhaupt existierte. So viel zu den technischen Informationen.

Arbeitsklima bei Fusonic

Ich habe mich direkt willkommen gefühlt, auch wenn ich gar nicht genau weiß, woran das lag. Es fühlt sich an, als wären hier alle eine Familie. Jeden Mittwoch findet ein gemeinsames Essen statt, an den anderen Tagen kann man »Lunch-Trains« erstellen oder ihnen beitreten. Jemand gibt vor, wohin dieser »Zug« fährt (z.B. in ein Restaurant) und wann er losfährt. Andere können mit einem Klick in den »Zug« einsteigen. Man trifft sich dann zur vorgegebenen Zeit am Fusonic-Eingang und geht als Gruppe gemeinsam zum Ziel. Man kann sich aber auch etwas mitnehmen und dort essen oder sogar in der Küche Essen zubereiten. Außerdem gibt es noch eine Kaffeemaschine, die ich nie verwendet habe, da ich Kaffee nur in absoluten Notfällen trinke – z. B. wenn man am nächsten Tag eine Klausur schreibt, aber noch gar nicht angefangen hat zu lernen , oder wenn man beim Zocken einfach die Nacht durchmachen will. 💀


Seitdem es ChatGPT gibt, kann ich mich nicht daran erinnern, aus eigener Kraft selbst einen Text geschrieben zu haben – außer natürlich in der Deutsch-Schularbeit! Jedoch habe ich diesen Text selbst verfasst und KI nur zur Fehlerverbesserung (Grammatik, Rechtschreibfehler etc.) verwendet – und ich hatte einfach Spaß daran, über meine Erfahrungen bei Fusonic zu erzählen.

Software, Gelb & Gemeinschaft

Fusonic in drei Worten

Das Arbeitsklima

Der größte Unterschied zu meinen früheren Praktika

Super!

Flexible Arbeitszeit

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